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10.09.2015

«Akzent Baukultur: Energie» – die neue Publikation des Berner Heimatschutzes

Medienmitteilung

«Akzent Baukultur: Energie» – die neue Publikation des Berner Heimatschutzes

Bern, 10. September 2015

An der Vernissage im Hotel Schlossberg Thun präsentierte der Berner Heimatschutz das zweite Heft der Reihe «Akzent Baukultur» zum Thema «Energie». Fachleute aus den Bereichen Architektur, Naturschutz und Energie beleuchten in mehr als zehn Artikeln verschiedenste Aspekte des hochaktuellen Themas.

Die Publikation ist ein Diskussionsbeitrag und ein Versuch, die «Ja- Aber»-Haltung des Berner Heimatschutzes zu erläutern. Dieser befürwortet grundsätzlich die Förderung erneuerbarer Energien – allerdings unter der Voraussetzung, dass sie sich mit dem Schutz des baulichen und landschaftlichen Kulturguts in Einklang bringen lässt. In einem ersten Teil wird das Thema Energie und Baukultur auf nationaler und kantonaler Ebene betrachtet, ergänzt durch Artikel von Fachleuten aus dem Bereich Denkmalpflege.

Im zweiten Teil wird anhand praktischer Beispiele aufgezeigt, welche Schwierigkeiten und Herausforderungen, aber auch welche Chancen und Möglichkeiten sich durch die Produktion von Energie und das Energiesparen im Zusammenhang mit dem Schutz von Baudenkmälern ergeben. «Akzent Baukultur: Energie» präsentiert sich mit seinen über 70 Seiten sehr anschaulich, attraktiv bebildert und grafisch gut gestaltet.

Die Publikation kann zum Preis von 20 Franken entweder schriftlich im Sekretariat des Berner Heimatschutzes, Kramgasse 12, 3011 Bern oder elektronisch unter www.bernerheimatschutz.ch bestellt werden.

Auskünfte und Rückfragen:

Dorothée Schindler, Präsidentin Berner Heimatschutz, Tel. 031 351 48 84
Christian Wahli, Leiter der Bauberatung Berner Heimatschutz, Tel. 032 323 60 41

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«Baukultur und Solarenergie - Leitfaden des Berner Heimatschutzes»

Bern, 24. Juli 2013

Das Faltblatt «Baukultur und Solarenergie - Leitfaden des Berner Heimatschutzes» zeigt anhand konkreter Beispiele auf, welche Kriterien nach Meinung des Berner Heimatschutzes bei der Auswahl und Montage von Solaranlagen wichtig sind.

Die gegenwärtige Neuorientierung in der Energiepolitik wird vom Berner Heimatschutz begrüsst, gleichzeitig wehrt er sich gegen die sich abzeichnende Tendenz, nach der die gesetzliche Entwicklung in Richtung einer Lockerung oder sogar Aufhebung der Bewilligungspflicht für Solaranlagen geht.

Solaranlagen auf Dächern und an Fassaden beeinflussen den Ausdruck von Gebäuden massgeblich. Dass die Errichtung von Solaranlagen auf schützenswerten oder erhaltenswerten Baudenkmäler besondere Sensibilität verlangt, ist unbestritten. Die Bauberatenden des BHS kümmern sich aber gerade auch um die alltäglichen Bauten, welchen keine Schutz- oder Erhaltenswürdigkeit zugesprochen wird.

Ziel des eben erschienenen Leitfadens ist es, den Bauberatenden des Berner Heimatschutzes Gestaltungsempfehlungen abzugeben, welche sie in ihrer Arbeit vor Ort unterstützen sollen. Der Leitfaden liegt auch in französischer Übersetzung vor.

Exemplare können beim Sekretariat des BHS bestellt werden, Tel. 031 311 38 88.

Auskünfte und Rückfragen: Daniel Mani, Bauberater des Berner Heimatschutzes, Region Bern Mittelland, Tel. 031 326 45 50

> Medienmitteilung BHS 24. Juli 2013: «Baukultur und Solarenergie - Leitfaden des Berner Heimatschutzes»

> Leitfaden «Baukultur und Solarenergie - Leitfaden des Berner Heimatschutzes»

«Akzent Baukultur: Köniz» – die neue Publikation des Berner Heimatschutzes

Bern, 19. Juni 2012

«Akzent Baukultur: Köniz» – die neue Publikation des Berner Heimatschutzes

Anlässlich der Übergabe des Wakkerpreises an die Gemeinde Köniz vom nächsten Samstag, 23. Juni 2012 stellt der Berner Heimatschutz seine neue Publikation «Akzent Baukultur: Köniz» vor. Fachpersonen aus den Bereichen Geschichte, Architektur, Planung, Mobilität und Energie beleuchten in mehr als dreissig kürzeren Artikeln, warum gerade diese Agglomerationsgemeinde mit dem Preis ausgezeichnet wird.

Die neue Publikation «Akzent Baukultur: Köniz», die der BHS zur Verleihung des Wakkerpreises 2012 herausgibt, zeigt facettenreich auf, weshalb und wofür Köniz diese Auszeichnung erhält. Sie bietet dem BHS aber auch die Möglichkeit, auf seine eigenen baukulturellen Anliegen aufmerksam zu machen. Geschichte, beispielhaftes Bauen, Planung, Mobilität und Energie sind die Hauptthemen des Heftes.

Verschiedene Fachpersonen bearbeiteten im Sinne einer «Momentaufnahme» die unterschiedlichsten Aspekte. In kürzester Zeit ist so ein breitgefächertes Themenheft entstanden, das Lust auf Köniz und Baukultur im weitesten Sinne wecken will. Wer in das Heft eintaucht, stellt staunend fest, dass es in Köniz Bauernhäuser mit «Herrensitz-Charakter» gibt («Grossgschneit – ein Bauernhaus mit Festsaal aus der Zeit um 1500»), entdeckt auf einem Rundgang vom neuen Zentrum über das Dreispitzareal bis zur Gemeindegrenze von Bern das heutige, «neue» Köniz («Genau geplant und realisiert – das ist Neu-Köniz») oder erfährt, welche «Energie» durch die Realisation von Gemeinschaftsprojekten auf Könizer-Boden freigesetzt worden ist ( «Zukunft auf dem Dach»). «Akzent Baukultur: Köniz» präsentiert sich mit seinen über hundert Seiten sehr anschaulich, attraktiv bebildert und grafisch gut gestaltet.

Die Publikation wird an der öffentlichen Preisverleihung vom kom­menden Samstag, 23. Juni 2012 vorgestellt. Am Wakkerfest ist sie zum Spezialpreis von 15 Franken erhältlich. Später kann die Publikation zum Preis von 20 Franken entweder schriftlich im Sekretariat des Berner Heimatschutzes, Kramgasse 12, 3011 Bern oder elektronisch unter www.bernerheimatschutz.ch bestellt oder auf der Gemeindekanzlei in Köniz persönlich abgeholt werden.

Auskünfte und Rückfragen:

Regina Luginbühl Verantwortliche Öffentlichkeitsarbeit beim Berner Heimatschutz Tel. 033 650 18 83

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Gymnasium Strandboden, Biel – kein Weiterzug ans Bundesgericht

Der Berner Heimatschutz verzichtet darauf, das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 28. März 2012 ans Bundesgericht weiterzuziehen. Er tut dies aus rechtlichen Überlegungen, weil eine rechtsverbindliche Unterschutzstellung des Gymnasiums unterblieben ist. Das nunmehr bewilligte Sanierungsprojekt lehnt er nach wie vor ab. Der Berner Heimatschutz kämpft weiter dafür, dass die notwendige Sanierung ohne Zerstörung dieses hochrangigen Baudenkmals erfolgt und unterstützt deshalb das sorgfältige und kostengünstige Projekt des Komitees «Rettet den Gymer Strandbode!».


Das Bernische Verwaltungsgericht äusserte sich zur Frage der Schutzfähigkeit des Gebäudes und hat diese verneint. Als das Bieler Bauinventar erstellt wurde, war das Gymnasium keine 30 Jahre alt; deswegen wurde es nicht verbindlich beurteilt, sondern mit Hinweis auf seine Bedeutung in den Anhang aufgenommen. Eine spätere Unterschutzstellung, sei es nach kantonalem oder Bundesrecht, ist unterblieben. Es ist damit gemäss bernischer Baugesetzgebung und Denkmalpflegegesetz nicht geschützt. Aufgrund einer rechtlichen Chancenbeurteilung sieht der Berner Heimatschutz vom Weiterzug des Verfahrens ans Bundesgericht ab.
Grosses Unbehagen bleibt bestehen. Warum werden im Bauinventar Anhänge aufgelistet, wenn die Bauten, die als herausragende Zeugen der jüngsten Architektur dort aufgeführt sind, nicht vor Zerstörung geschützt werden? Warum wird ein anerkanntermassen schutzwürdiges Gebäude in den Anhang aufgenommen, aber erst frühestens 30 Jahre nach seiner Erstellung inventarisiert – für diese denkmalpflegerische Praxis brachte auch das Verwaltungsgericht kein Verständnis auf –? Wie kann der Kanton als Eigentümer einer solchen Baute und im Wissen um ihre grosse denkmalpflegerische Bedeutung Sanierungsentscheide treffen, die das Gebäude in seiner massgeblichen Identität zerstören? Dass der Kanton Bern in diesem Fall gleichzeitig Eigentümer, Bauherr, Auftraggeber, Kreditgeber und Beschwerdeinstanz ist, verstärkt das Unbehagen zusätzlich.


Denkmal Gymnasium Strandboden
Das Gymnasium Strandboden wurde 1975–81 nach einem Wettbewerbsprojekt von Architekt Max Schlup erbaut. Art und Qualität der Architektursprache des Ensembles sind in der städtebaulichen Verzahnung von öffentlichem und privatem Raum, der typologischen und formalen Klarheit und in der herausragenden konstruktiven Durchbildung der Bauteile in der Schweiz einzigartig. Max Schlup setzte konsequent auf die technisch-industriellen Errungenschaften der Nachkriegszeit, auf Stahlbau, Vorfabrikation und Montagebau. Damit schuf er eines der bedeutendsten Baudenkmäler der Nachkriegsmoderne. Das Gymnasium Strandboden gilt als herausragendes Objekt der international anerkannten «Solothurner Schule».

Sanierung
Der Berner Heimatschutz hat die Notwendigkeit der Sanierung und baulichen Erweiterung des Gymnasiums Strandboden immer anerkannt. Er wendet sich aber nach wie vor gegen das nun bewilligte Sanierungskonzept der kantonalen Baudirektion, da es nicht angebracht ist, das Gebäude total auszukernen, auf das nackte Betonskelett zurückzubauen und 80 Prozent der bestehenden Substanz zu opfern, um es durch eine Replik zu ersetzen. Der Berner Heimatschutz verlangt nach wie vor eine Sanierung nach denkmalpflegerischen Grundsätzen, welche die herausragende Architektur und die Identität dieser qualitätvollen Bauten respektiert.

Gutes und kostengünstiges Sanierungsprojekt
Der Berner Heimatschutz macht sich für das ausgereifte Sanierungskonzept des Komitees «Rettet den Gymer Strandbode!» stark. Eine Gruppe ausgewiesener Fachpersonen erarbeitete einen Vorschlag für eine sanfte Sanierung. Damit würden die denkmalpflegerischen Grundsätze beachtet, die schutzwürdige Substanz und Fassade der Gebäude geschont und der an sich gute Bauzustand respektiert. Zugleich würde der mit der Sanierung anvisierte Minergiestandard und die gewünschte raumklimatische Verbesserung in gleicher Weise erfüllt wie mit der «Radikallösung» der Baudirektion. Der Zeitaufwand wäre für beide Sanierungskonzepte praktisch identisch. Hingegen liesse sich das Sanierungskonzept des Komitees «Rettet den Gymer Strandbode!» wesentlich kostengünstiger realisieren; die Einsparungen gegenüber dem Sanierungsprojekt der Baudirektion betragen rund 15 Millionen Franken.

Fazit
Der Berner Heimatschutz wehrt sich weiter gegen das unangemessene Sanierungskonzept des Gymnasiums Strandboden der Baudirektion, auch wenn er das Urteil des Verwaltungsgerichts akzeptiert und vom Gang vor Bundesgericht absieht. Er unterstützt das in jeder Hinsicht bessere und vorteilhaftere Projekt des Komitees «Rettet den Gymer Strandbode!» und ersucht Behörden, Bevölkerung und Verwaltung, alles zu unternehmen, um dieser denkmalgerechten Sanierung des Gymnasiums Strandboden aus Respekt vor seiner kulturellen Bedeutung und im Interesse sowohl der Schule als auch der knappen Kantonsfinanzen zum Durchbruch zu verhelfen.

Für weitere Auskünfte und Fragen:
Ivo Thalmann, 0815 Architekten, Zentralstrasse 123, 2503 Biel
Obmann der Bauberatung der Regionalgruppe Biel-Seeland
Tel. 032 365 08 15

> Die Medienmitteilung als pdf-Datei

> Mehr zum Sanierungskonzept des Komitees «Rettet den Gymer Strandbode!»

 

Das Gymnasium Strandboden, Biel (Foto Rolf Siegenthaler)